Wasser:Lebens:Raum "Seen und Uferzonen"

Seen und Uferzonen beherbergen vielfäl­tige Lebensräume mit einer artenreichen Tier­ und Pflanzenwelt. Für Erholungssu­chende sind sie besonders beliebte Ziele, sei es für Badeausflüge, Bootstouren oder Wanderungen. Doch Seen sind als Lebens­ und Freizeit­raum nur so lange attraktiv, so lange sie auch ökologisch intakt sind.

 

In der Vergangenheit waren es zumeist stoffliche Belastungen, die den Seen zu schaffen machten und in Extrem­ fällen zu einem „Umkippen“ des Gewässers führten. Heute sind die Gefährdungen viel­ schichtiger: Einträge von Schadstoffen – zu­ meist in Folge einer intensiven landwirtschaft­lichen Nutzung des Umlandes – haben vor allem auf kleinere stehende Gewässer immer noch eine negative Auswirkung, während an unseren größeren Seen die Uferzonen durch mensch­liche Eingriffe sukzessive verändert und teilweise auch zerstört werden. Hier wird die Attraktivität der Seen zur größten Bedrohungsursache, sind die seenahen Flächen doch besonders begehrte Bauplätze und Freizeiträume. Dadurch werden naturbelas­sene Seeufer immer seltener und zählen heute zu den ge­fährdeten Lebensräumen.


Mit dem Verlust der Le­bensräume geht auch der Rückgang charakteristischer Tier­ und Pflanzenarten einher, wobei vor al­lem spezialisierte Arten zusätzlich unter den Veränderungen im Zuge des Klimawandels leiden. Für die verbliebenen naturnahen Zonen wird die Erholungsnutzung zu einem immer größeren Problem, konzentriert sich eine stetig wachsende Zahl von Erholungssu­chenden doch auf immer kleiner werdenden, naturnahen Flächen. Durch einen verantwortungs-bewussten Auf­ enthalt in der Natur lassen sich die negativen Auswirkungen auf Tiere, Pflanzen und Lebens­ räume mindern. Die Basis dafür ist ein entspre­chendes Wissen über die Lebensräume und ihre charakteristische Tier­ und Pflanzenwelt.

 

Wasser:Lebens:Raum Broschüre: "Seen und Uferzonen" -->

 

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